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Work-Life-Balance

Die Urlaubserholung erhalten – so gelingt die Rückkehr in den Job

Sehnsucht nach Urlaub Die Urlaubserholung erhalten – so gelingt die Rückkehr in den Job

Habe ich nicht gestern noch in diesem netten Straßencafé gesessen, mit Blick auf weiße Strände und tiefblaues Wasser? War es nicht erst vor wenigen Tagen, dass mich das Gefühl von Zeitlosigkeit euphorisierte – und mein Zuhause mir so fern erschien wie die Erinnerung an längst vergangene Zeiten. Nun sitze ich hier an meinem Arbeitsplatz, höre die Kollegen telefonieren, wühle mich durch Berge von Mails und spüre, wie die Erholung aus dem Urlaub zunehmend der Anspannung im Job weicht. Dieser Übergang fällt mir nicht leicht. Und das geht den meisten Menschen so.

Damit Sie der Urlaubsheimkehrerblues nicht so hart erwischt (und Sie die Erholung möglichst lange mit in den Arbeitsalltag nehmen können), haben wir Ihnen hier ein paar Tipps zusammengestellt:

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Fastenzeit: So verbessern Sie Ihre Work-Life-Balance

Fasten für den Geist, Fasten für den Körper – keine Frage, das leuchtet sofort ein. Aber Fasten für die Work-Life-Balance? Das erscheint zunächst etwas weit hergeholt. Doch nur auf den ersten Blick: Wer schon einmal für ein paar Tage bis Wochen den Verzicht gelebt hat, der weiß, dass Fasten ein echter Energie-Kick für den ganzen Menschen ist.

110408 Fasten WLB3 Fastenzeit: So verbessern Sie Ihre Work Life Balance

Entspannter arbeiten nach dem Fasten (Bild: Konstantin Gastmann / pixelio.de)

Während des Fastens schaltet man ganz automatisch einen Gang runter. Man entschleunigt, weil der Nahrungsverzicht es verlangt. Durch die  Langsamkeit wird Fasten zu einem Brennglas für die eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten. Das ist manchmal wie eine kleine Offenbarung. Oft hat man im Job gelernt, die eigenen Bedürfnisse den scheinbar notwendigen Erfordernissen der Arbeit unterzuordnen. (weiterlesen …)

Abschalten und “off” sein

Wenn der Strom der Mails im Posteingang nicht abreißen will, das Diensthandy selbst am Wochenende klingelt und man auch in der Freizeit mehr durchs Netz als durch die Wellen surft, dann wird es Zeit für “Me-Time”. Die Dauererreichbarkeit für Kollegen und Freunde zehrt an unseren geistigen Ressourcen und ruft nach einem neuen Bewusstsein für regelmäßige Pausen im Kommunikationsfluss. Nach Zeiten, in denen man einfach mal “off” ist.

Off sein 150x150 Abschalten und off sein

Einfach mal off-sein

Wer nach einem anstrengenden Meeting mal bewusste fünf Minuten im Park verbracht hat, statt mit den Kollegen in die Kantine zu gehen, der weiß wie hilfreich und wohltuend schon diese Mini-Auszeiten sind. Momente, in denen man das Handy ausschaltet und sich vom beinahe vergessenen Gefühl der Nichterreichbarkeit durchfluten lässt. Nur ich und meine Wahrnehmung des Augenblicks. Natürlich zählt auch die wöchentliche Yoga-Stunde am Dienstagabend zur “Me-Time” oder die sonntägliche Wanderung durch erdig duftende Wälder. Sogar der sporadische Museumsbesuch, den man mit sich allein unternimmt, zählt dazu. Wichtig ist die bewusste und konsequente “Off-Zeit”. Denn nur so kann der Geist “das System” mal kurzfristig runterfahren und für den nächsten Neustart optimieren. (weiterlesen …)

Work-Life-Balance & Me-Time. Wie war das noch mit den Gleichgewicht?

Fahrrad 300x142 Work Life Balance & Me Time. Wie war das noch mit den Gleichgewicht?Als Kind war die erste große Gleichgewichtsherausforderung das Fahrradfahren. Wer erinnert sich nicht daran, wie Vater oder Mutter das Rad zum ersten Mal losließen und man – den Lenker noch unsicher nach links und rechts wackelnd – in die Pedale trat und nach einigen Metern nicht mit aufgeschürften Knien endete. Ich empfand das Fahrradfahren lernen damals als anstrengende Arbeit, es war mein erstes Projekt, damals, mit fünf Jahren.

Mit der Zeit wurde das „Gleichgewichthalten“ immer schwieriger. Nicht das Fahrrad stellte das Problem dar, sondern das Leben an sich. Schule, Studium, Beruf, das alles am Besten innerhalb von drei Jahren, bei der Bewerbung sollte man doch bitte 20 Jahre alt sein, 15 Jahre Auslandserfahrung mitbringen und drei Studiengänge abgeschlossen haben. Nichts leichter als das. Voller Euphorie und Freude startet man dann ins Berufsleben und plötzlich steht er da, dieser Begriff: Work-Life-Balance.

Die Balance zwischen der Arbeit und dem Leben. Aber gehörte die Arbeit nicht dazu? Schließlich verbringt man den größten Teil des Tages mit ihr. Der Kern ist, alle Aspekte des eigenen Lebens in ein Gleichgewicht zu bringen. Sei es Beruf, die Beziehung und Familie, Freunde und vor allem aber Zeit für sich selbst. Oft ist das leichter gesagt als getan. Das Abschalten nach dem Feierabend fällt manchmal schwer, am Wochenende werden die Emails gecheckt, Zeit zur Balance? Häufig Fehlanzeige.

Sich freie Zeit und „Me-Time“ zu gönnen, muß in manchen Fällen gelernt werden. Wir haben uns so sehr an das „Dauer-erreichbar-sein“ gewöhnt, dass der „OFF-Schalter“ kam noch zu finden ist. Ich glaube ja, dass es in meinem Fall derzeit nur manchmal einen OFF-Schalter gibt. Es fällt mir schwer, das Mobiltelefon wegzulegen oder gar auszuschalten. Meine Mutter sagt oft:“Pack das Blueberry weg“, dass mein Lieblingsaccessoire allerdings derzeit Blackberry heißt, interessiert sie nicht. Mich fasziniert es dann immer, dass ein Leben ohne SMS, Internet und diesen ganzen „neumodischen Heck-Meck“ scheinbar möglich ist. Im Urlaub und wenn ich am Wochenende ein gutes Buch lese oder spazieren gehe, fällt es mir leichter. Vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken, denn als ich mich vor einiger Zeit mal wieder aufs Fahrrad schwingen wollte, war es nicht mehr da: Das Gleichgewicht aus Kindertagen.

Stress erkennen und bewältigen – für eine gesunde Balance im Leben

Die Partnerin winkt mit der Konzertkarte für eine Operninszenierung, auf die man schon ewig gewartet hat. Doch anstatt Freude zu empfinden, muss man sich Mühe geben, das Ganze nicht als eine Belastung zu empfinden. Der Jüngste hat die Sporttasche schon gepackt, es kann losgehen! Denn schließlich ist Kicken doch Papis großes Hobby. Doch auch hier ist von Freude nichts zu spüren. Während in der Vergangenheit alles darauf ausgerichtet wurde, diese begehrten Freizeittermine wahrnehmen zu können, legt sich heute die Erschöpfung bleiern über Körper und Geist. Seltsam leer, antriebslos und freudlos im Privaten – hochaufmerksam, energiegeladen und kraftstrotzend im Job. Wie passt das zusammen?

100721 WorkLifeBalance Männer 300x142 Stress erkennen und bewältigen   für eine gesunde Balance im LebenIn einem Interview mit der Wirtschaftswoche nennt der Burn-out-Experte Bernd Sprenger fehlende Lebensfreude als ein wesentliches Symptom für einen sich ankündigenden Burn-out – besonders, wenn sie mit einer sehr hohen Leistungsbereitschaft im Job einhergeht. Wer also von sich behauptet, gern 120% auf der Arbeit zu geben, könnte sich bereits in einem Vorstadium zum Burnout befinden. Doch nicht jeder mit einem hohen Leistungswillen ist gefährdet. Es kommt auch darauf an, wie viel Gestaltungsfreiraum man in seiner Arbeit subjektiv empfindet. Je weniger Spielraum ich zu haben glaube, umso größer das Risiko. Kommen dann noch ungünstige Faktoren wie Bewegungsarmut, falsche Ernährungsgewohnheiten und mangelnder psychischer Ausgleich hinzu, wird die Gefahr besonders groß. Hier muss man dringend gegensteuern.

Glücklicherweise können bereits kleine Schritte nachhaltig zum Ziel führen: Wie bei allen Veränderungsprozessen steht zu Beginn die Erkenntnis über den Status quo. Im Anschluss kann man sich daran machen, die einzelnen Stressoren zu identifizieren und gezielt Grenzen setzen, um sie auf ein handhabbares Maß zu reduzieren. Dazu gehört auch, privaten Aktivitäten einen entsprechenden Stellenwert einzuräumen: Denn auch wer im Beruflichen überdurchschnittlich viel leistet, benötigt ein erfüllendes Leben abseits des Jobs. Mit bewussten Entscheidungen und Grenzen setzen für mehr Balance im Leben lässt sich schon viel gewinnen – und dann lebt auch die Freude über eine Konzertkarte oder die gepackte Sporttasche wieder auf!

Hilfreicher Begleiter für mehr Ausgleich zwischen Beruf- und Privatleben, dessen Lektüre dem Thema entsprechend kurz und knapp zu bewältigen ist.

Mehr zum Thema Work-Life-Balance gibt’s auch hier im Wellness-Blog.

(Bild: Thomas Pieruschek / aboutpixel.de)

Zu Hause ist es oft am schönsten!

f6fccc80215acd307ae819c6457d44d4 600 300x142 Zu Hause ist es oft am schönsten!Schnell, ad hoc, ohne groß nachzudenken, was würden Sie antworten, wenn ich Sie fragte, wo Sie jetzt am liebsten wären? Am Strand auf den Malediven, beim Bummeln in Madrid, oder, auch eine gern genommene Antwort, ganz ganz weit, nur nicht hier.
Reisen ist toll, erweitert den Horizont, entspannt und macht Spaß. Alltag und Sorgen hinter sich lassen, was Neues sehen, sich bewegen und genießen. Dem stimme ich vollkommen zu. Mir wäre es am liebsten, mein Koffer stünde jederzeit gepackt in einer Ecke und sollte mir die Decke auf den Kopf fallen, wäre ich auf und davon. Ohne mich umzudrehen, natürlich.
Irritierend ist dabei allerdings, dass man sich immer auf zu Hause freut, wenn man mal unterwegs war. Das eigene Bett, die eigenen vier Wände, einfach zu Hause sein.
Das Schlagwort in diesem Zusammenhang ist „Homing“. Viele Wellnesshotels haben erkannt, dass sich Gäste auch im Urlaub wie zu Hause fühlen wollen. Geborgenheit, Gemütlichkeit, Wärme.
Für den perfekten „Homing-Tag“ bedarf es nur einer weniger Zutaten, um relaxt und entspannt den Tag zu genießen.

Regel 1:
Planen Sie einen Tag in jedem Monat unter dem Motto „Me-Time“. Essen, trinken und tun Sie nur das, was Sie wollen.

Regel 2:
Das Gefühl, ständig erreichbar zu sein, sofort informiert werden zu können, kann uns ziemlich anstrengen. Deshalb: Das Handy ausnahmsweise mal ausschalten und auch ausgeschaltet lassen. In den ersten Stunden fühlt man sich merkwürdig abgeschieden, beinahe ausgeschlossen. Entspannen kann man dabei aber umso besser.

Regel 3:
Ist es draußen nass und ungemütlich, tut ein Bad unglaublich gut. Mit Kräuterölen lassen sich die wohltuenden Bäder, die man noch aus dem Wellnessurlaub kennt, einfach nachzaubern. Zünden Sie Kerzen an, schnappen sich Ihr Lieblingsbuch und tauchen Sie ab. Alternativ kann man auch eine Hörbuch-CD auflegen. Im warmen Bad kann man so noch besser in die Geschichte eintauchen.

Regel 4:
Gönnen Sie sich regelmäßig Homing-Tage und planen Sie so, als würden Sie in den Urlaub fahren. Beim nächsten Blick in den Kalender weckt der Homing-Tag dann genauso Vorfreude wie der Jahresurlaub.

  Eva Blomenkamp
Eva Blomenkamp


  Tanja Kessenbrock
Tanja Kessenbrock