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Trend zur Regionalität am heimischen Herd – die Wiederentdeckung alter Sorten

101018 GOURMET Trend zur Regionalität am heimischen Herd   die Wiederentdeckung alter SortenEs ist noch gar nicht so lange her, da wussten nur einige wenige Bio-Fans oder Teile der älteren Landbevölkerung, welche Schätze in den Böden unserer direkten Nachbarschaft verborgen liegen. Für die allermeisten Menschen aber konnte es damals gar nicht exotisch genug auf dem heimischen Esstisch zugehen: Thai, Cross-over oder  Mediterran – es galt das Credo: Alles, bloß keine deutsche Küche. Genauso wie man zur Erholung in entfernte Länder reiste, speiste man auch international.

Seit einigen Jahren bemerkt man eine Gegenbewegung zum kulinarischen Fernweh, die sich inzwischen zu einem richtigen Trend entwickelt hat: Im Kontext von Bio und Nachhaltigkeit schaut man heute wieder genauer auf das, was vor unserer Haustür wächst und gedeiht. Die deutsche Küche – die über Jahrzehnte nur über eine Anpassung an die französische Kochkunst Michelin Stern würdig schien – zeigt jetzt immer mehr, was eigentlich in ihr steckt. Die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln förderte aus der Tiefe des heimischen Erdreichs nunmehr gängige Gemüse wie Pastinake,Topinambur, Teltower Rübchen oder Schwarzwurzel hervor. Das Revival alter Sorten erstreckt sich vom Gemüse über Wildkräuter und fast vergessene Obstsorten bis zur hin zu alten Haustierrassen wie den Bunten Bentheimer Schweinen.

Wenn Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind, empfehlen wir Ihnen zur perfekten Zubereitung heimischer Produkte das Buch “Deutsche Küche” aus dem Hause Teubner.

(Foto: nature.picture / pixelio.de)

Das Wellnesshotel Waldhaus Ohlenbach im Sauerland – neuer Partner 2011

Waldhaus Ohlenbach Das Wellnesshotel Waldhaus Ohlenbach im Sauerland   neuer Partner 2011

Raus raus raus: Der Indian Summer im Waldhaus Ohlenbach

Es ist (m)ein Hideaway. Von der engen Landstrasse zwischen Schmallenberg und Winterberg kriecht das Auto die Kurven hinauf bis zu einem gut gefüllten Parkplatz. Man sieht immer noch nicht viel vom Wellnesshotel, geht in die Empfangshalle, checkt ein. Dann möchte man einen Espresso und Kuchen auf der Terrasse – und da ist es, das Spät-Sommerterrassengefühl: Wälder und Blätter jeder Couleur so weit der Blick, das Auge streift über die sanften Hügel an den Horizont. Man atmet tief durch und weiß: Hier kommt man ein paar Tage zur Ruhe. Indian Summer. Zuerst Wandern oder erstmal ins Pool? Ich entscheide mich für eine kleine Wandertour. Der Inhaber Stefan Schneider und sein Team verteilen Wanderkarten und geben Insidertipps zur Umgebung, dort am Kahlen Asten.

Nach der ersten Frischluftkur kann man sich im Serailbad wärmen. Angenehmer Wasserdampf und das Einreiben mit Lehm und Schlamm macht die Haut ganz weich.

In der Frühherbstsonne lasse ich mich auf der geschützten Terrasse nieder. Stefan Schneider trägt mit flinkem Schritt ein paar Kleinigkeiten als „Gruß aus der Küche“ herbei. Im Gourmetrestaurant Schneiderstube bringt es der ehemalige Sternenkoch Thomas Hartz auf den Punkt: Regionales geht vor und so bestelle ich das Rehfilet mit Pfifferlingen. Dazu einen köstlichen soliden Grauburgunder von einem der ersten Biowinzer Deutschlands, dem Weingut Sander in Rheinhessen. Ich werde in meinem Hideaway heute gut schlafen. Hier kann ich mich ein paar Tage verstecken!

Pfifferling-Rezept zum Nachkochen:

Beim Putzen sollten Sie möglichst auf Wasser verzichten, da sich die Pilze sonst schnell vollsaugen und ihr Aroma nachlässt (und beim anschließenden braten ggf. nur eine dünne Pilzsuppe zu Stande kommt). Am besten mit einer kleinen Gemüsebürste oder einem Backpinsel den Pfifferling von Erde befreien. Butter erhitzen, zusammen mit einer fein geschnittenen Schalotte die Pfifferlinge ca. 7 Minuten auf mittlerer Hitze dünsten. Zum Schluss gehackte glatte Petersilie über die Pfifferlinge geben. Zusammen mit frischem Weißbrot als Vorspeise reichen – dazu passt natürlich auch Rührei und schon haben Sie ein leckeres Hauptmahl. Pro Person circa. 150 g Pfifferlinge servieren.

  Eva Blomenkamp
Eva Blomenkamp


  Tanja Kessenbrock
Tanja Kessenbrock