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Rezept: Topinambur-alte Gemüsesorte neu entdeckt!

101018 GOURMET 2 Rezept: Topinambur alte Gemüsesorte neu entdeckt!Von seiner Optik her könnte man die wurzelartige Knolle eher für ein exotisches Gemüse halten, das ein wenig  an Ingwer erinnert. Tatsächlich gehört Topinambur, das mit der Sonnenblume verwandt ist, heute zu den alten heimischen Gemüsesorten.

Ursprünglich stammt die gelb blühende Staude zwar aus Nordamerika, wurzelt aber schon seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland – und kam damit kurz nach der Kartoffel in unsere Böden. Doch während die Kartoffel die Speisepläne seither durchgängig dominierte, verschwand das nach Artischocken schmeckende Topinambur später von den Ackerflächen, bis es im Zuge der Rückbesinnung auf alte und regionale Produkte heute wieder als kulinarisches Highlight die Esstische bestückt.

Topinambur und die anderen regionalen Produkte sind neben einer geschmacklichen Bereicherung unseres Speiseplans auch nachhaltig: Denn „Regional“ bedeutet kurze Transportwege, geringe CO2-Belastung und hohe Biodiversität in Flora und Fauna. Was lecker und zugleich gut für die Umwelt ist, kann daher ruhig häufiger auf den Tisch kommen. Vor allem, wenn gerade Haupterntezeit ist.

Zum Beispiel Topinambur auf mediterrane Art mit Tomaten und Rosmarin:

Für 4 Personen

  • 500 g Topinambur (gewaschen, geschält und in 1 cm dicke Scheiben geschnitten)
  • 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe (geschält und gehackt)
  • 2 Zweige Rosmarin (grob zerteilt)
  • 4 EL Olivenöl
  • 200 g Kirschtomaten (gewaschen und halbiert)
  • Salz, Pfeffer
    Fleur de Sel

Den Backofen auf 200° (Umluft 180°) vorheizen. Topinambur, Zwiebel, Knoblauch, Rosmarinzweige und Öl in die Fettpfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles miteinander durchmengen. In der Mitte des Ofens etwa 20 Minuten backen. Dann die halbierten Tomaten darüber verteilen und alles zusammen noch einmal 15 Minuten in den Ofen geben.

Servieren und mit Fleur de Sel bestreuen.

(Foto: Stihl024 / pixelio.de)

Trend zur Regionalität am heimischen Herd – die Wiederentdeckung alter Sorten

101018 GOURMET Trend zur Regionalität am heimischen Herd   die Wiederentdeckung alter SortenEs ist noch gar nicht so lange her, da wussten nur einige wenige Bio-Fans oder Teile der älteren Landbevölkerung, welche Schätze in den Böden unserer direkten Nachbarschaft verborgen liegen. Für die allermeisten Menschen aber konnte es damals gar nicht exotisch genug auf dem heimischen Esstisch zugehen: Thai, Cross-over oder  Mediterran – es galt das Credo: Alles, bloß keine deutsche Küche. Genauso wie man zur Erholung in entfernte Länder reiste, speiste man auch international.

Seit einigen Jahren bemerkt man eine Gegenbewegung zum kulinarischen Fernweh, die sich inzwischen zu einem richtigen Trend entwickelt hat: Im Kontext von Bio und Nachhaltigkeit schaut man heute wieder genauer auf das, was vor unserer Haustür wächst und gedeiht. Die deutsche Küche – die über Jahrzehnte nur über eine Anpassung an die französische Kochkunst Michelin Stern würdig schien – zeigt jetzt immer mehr, was eigentlich in ihr steckt. Die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln förderte aus der Tiefe des heimischen Erdreichs nunmehr gängige Gemüse wie Pastinake,Topinambur, Teltower Rübchen oder Schwarzwurzel hervor. Das Revival alter Sorten erstreckt sich vom Gemüse über Wildkräuter und fast vergessene Obstsorten bis zur hin zu alten Haustierrassen wie den Bunten Bentheimer Schweinen.

Wenn Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind, empfehlen wir Ihnen zur perfekten Zubereitung heimischer Produkte das Buch “Deutsche Küche” aus dem Hause Teubner.

(Foto: nature.picture / pixelio.de)

Das Wellnesshotel Schindelbruch im Harz

schindelbruch wald Das Wellnesshotel Schindelbruch im Harz

Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit

Wenn sich jemand auf den Begriff der Nachhaltigkeit verstehen dürfte, dann sicher eine Jagd- und Forstgesellschaft. Denn die leben von und mit der Natur, planen den Fortbestand von Wild und Baum bis auf die nächsten hundert Jahre hinaus. Vor rund zwei Jahren baute eine solche Jagd- und Forstgesellschaft ihr kleines Landhotel inmitten der Naturlandschaft des Südharzes in ein luxuriöses Natur- und Wellness-Resort um. Dass dabei der Gedanke der Nachhaltigkeit zum prägenden Faktor wurde, verwundert nicht. Und so hat sich das Naturressort Schindelbruch in einer authentischen Erfolgsstory binnen kürzester Zeit zu einem Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in Deutschland entwickelt.

Erstes klimaneutrales Hotel in Deutschlands Mitte

„In der Planungsphase unseres Umbaus haben wir die Alleinstellungsmerkmale unseres Hauses herausgearbeitet“, erzählt Sabine Waske, Hoteldirektorin und Umweltbeauftragte im Schindelbruch, „und unsere Besonderheit ist definitiv die ruhige Naturlage mitten im Wald.“ Zusammen mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und deren Fachbereich ‚Nachhaltiges Tourismusmanagement‘ wurde ein Konzept erarbeitet, das die Ansprüche der gehobenen Hotellerie mit Klima- und Naturschutz verbindet. Mit dem Ziel, möglichst viel Energie und Wasser einzusparen, wurde eine hauseigene Wasseraufbereitungsanlege errichtet, ein Pellet-Heizsystem, energieschonende Zimmer sowie ein betriebliches Umweltmanagement installiert. Bereits kurz nach seinem Neustart war der Schindelbruch das erste klimaneutrale Hotel in Mitteldeutschland. Bei Verdoppelung der Grundfläche konnte der Schindelbruch seinen CO2-Ausstoß zugleich auf weniger als ein Drittel der ursprünglichen Menge verringert werden. Diese Restmenge kompensiert das Hotel mit dem Zukauf von Zertifikaten für Aufforstungsprojekte.

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Nachhaltig – waren wir das nicht schon immer?

Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass der Begriff der Nachhaltigkeit heute in aller Munde ist. Egal ob es sich um Produkte, Dienstleistungen oder ökonomische Strategien handelt – an der Nachhaltigkeit kommt heute keiner vorbei.

Waldlichtung 150x150 Nachhaltig – waren wir das nicht schon immer?

Der Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Waldwirtschaft

Mittlerweile hat sich unsere Aufmerksamkeit vom Jetzt in die Zukunft verschoben und der langfristige Erfolg ist an die Stelle kurzfristiger Gewinnmaximierung getreten. Doch schon bevor das Ganze im großen Stil losging, hat die Wellness-Hotels GmbH sich der Nachhaltigkeit verschrieben: Ein jedes Hotel, das in unserer Kooperation Mitglied werden wollte und möchte, muss sich in dieser Hinsicht strengen Kriterien stellen. Und das schon seit unserer Gründung 1997.

Für uns war und ist Nachhaltigkeit ein Gesamtkonzept, das sowohl ökologische als auch wirtschaftliche und soziale Faktoren einschließt. Eine energieeffiziente Bauweise, die Einbindung regionaler Wirtschaftsbetriebe und der Fokus auf solche Wellness-Anwendungen, die über den Aufenthalt im Hotel hinaus wirken – das sind für uns wesentliche Faktoren, die wir in unserer Kooperation fördern und fordern. Außerdem entwickeln wir diese Kriterien fortlaufend weiter: Gerade haben wir zusammen mit dem TÜV Rheinland und Green Globe eine neue Initiative zur Nachhaltigkeit in der Wellness-Hotellerie gestartet. Dann kann auch der Wellness-Gast ganz bewusst das Hotel auswählen, das seiner Vorstellung von Nachhaltigkeit entspricht.

Für all diejenigen, die genauer wissen wollen, wie sich die Nachhaltigkeit in den Hotels unserer Gruppe manifestiert, sollten bald wieder hier vorbeischauen. Denn dann zeigen wir Ihnen einige Häuser, die für ihr besonders nachhaltiges Handeln sogar schon Preise gewonnen haben.

  Eva Blomenkamp
Eva Blomenkamp


  Tanja Kessenbrock
Tanja Kessenbrock